Legenden über Mürzhofen: Der Kultstein

The cult stone

The cult stoneDie wahrscheinlich älteste Legende über Mürzhofen geht fast 4000 Jahre zurück. So alt glaubt man ist der Kultstein, der in der Nähe des Dorfes gefunden wurde. Es handelt sich dabei um ein Megalithbauwerk. Die ältesten im Bereich der Kulturanlage gefundenen Tonscherben reichen bis in die ausgehende Jungsteinzeit ( etwa 2000 vor Christus) zurück. Auf dem Schwemmhügel oberhalb des Turmwirt-Gasthofes fanden Sammler Tongefäßfragmente aus der früheren und späteren Bronzezeit. Ein weiterer bedeutender Fund ist ein von Menschenhand aufgestellter Menhir, der sich einen Kilometer entfernt von der behauenen Steinanlage befindet.

Auch wenn noch nicht vollends klar ist, welchen Sinn diese Steinbauwerke hatten, so glauben Heimatforscher, dass sich im Mürztal durch seine einst sehr abgelegene Lage eine eigene Kultur etabliert hat, deren Riten lange Zeit unbeeinflusst blieben. Heute werden solche Kultstätten auch gerne als Kraftorte bezeichnet, angeblich lösen sie in uns Resonanzen aus, die wir als etwas

Besonderes erleben. Dabei reagieren wir durchaus unterschiedlich, und es wird gesagt, dass es

beim Besuch eines Kraftortes wichtig ist, die eigene Resonanz zu spüren. Man geht heute davon aus, auch aufgrund von archäologischen Funden, dass rund um Mürzhofen Menschen schon seit Jahrtausenden gesiedelt hatten. Manche Funde konnten auf 1700 vor Christus datiert werden. Die Spuren in Mürzhofen sind die ältesten im Mürztal, von daher kann man davon ausgehen, dass sich hier in der Bronzezeit schon eine Art Siedlung befunden hat. Die Kultstättenfunde in den Wäldern sind Zeugen davon, dass sich auch damals schon Riten etabliert hatten.

Übrigens hatten Experten lange Zeit die Anlagen als mittelalterliche Steinbrüche bezeichnet, was zu einem gewissen Maße auch richtig war. Nur waren es Heimatforscher wie Dr. Johannes Hofer, die der Sache auf den Grund gingen und beweisen konnten, dass die Steine eine viel längere Geschichte haben und eben nicht als Ressource behauen wurden, sondern als Altare und Opferstätten. Heute ist der Kultstein ein beliebtes Wanderziel und kann – außer bei Schnee – ganzjährig besucht werden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *